Sexualtherapie / beratung

Ich muss mir ja von mir selbst nicht alles gefallen lassen.

Sexualität ist zentral im menschlichen Dasein. Sie entwickelt sich im Umfeld der jeweiligen kulturellen und gesellschaftlichen Gegebenheiten im wechselseitigen Einfluss biologischer Anlagen und menschlicher Psyche – speziell in entwicklungsintensiven Phasen – und manifestiert sich dementsprechend in unterschiedlichsten Ausformungen. Und sie verändert sich lebenslang.

Unter einem sexuellen Problem verstehe ich einen Leidensdruck, der im Zusammenhang mit allem auftritt, was ein Mensch für sich als „sexuell“ erlebt und so benennt – und der diesen Menschen dazu bewegt, Beratung oder psychotherapeutische Behandlung aufzusuchen. Oft erweist es sich , dass das eigentliche Problem nicht ein primär Sexuelles sondern ein Grundlegenderes ist, das die Sexualität in störender Weise beeinflusst und prägt.

Unabhängig von der Art der sexuellen Begegnung kann es zu Problemen kommen, die zwischenmenschlich und/oder organisch bedingt sind. Psychisch motivierte sexuelle Probleme können im Rahmen einer bedarfsangepassten Einzel- und/oder Paartherapie bearbeitet werden. Sexuelle Probleme mit organischer Ursache bedürfen einer medizinischen Behandlung oder Betreuung – in diesem Fall kann Psychotherapie z.B. dazu beitragen, mit den jeweiligen Umständen zurecht zu kommen.

Gründe für Sexualtherapie bzw. Sexualberatung

Es müssen nicht immer psychotherapeutisch behandlungsbedürftige Störungen sein, die in auftauchenden sexuellen Problemen ihren Ausdruck finden – wir leben in einer Gesellschaft, die von Kindheit an vielfältige Ansprüche im Rahmen einer komplexen Sozialisierung an uns stellt und uns lebenslang oftmals Entscheidungen abverlangt, die nicht einfach zu treffen sind, auch in den Bereichen „Liebe“, „Partnerschaft“ und „Sexualität“. Und gar nicht so selten geht es gerade bei der Sexualität um mangelnde oder falsche Vorstellungen oder Informationen über die eigene Körperlichkeit oder die der Partnerin/des Partners. Eigene Befindlichkeiten, Phantasien und/oder Wünsche, oder solche der Partnerin/des Partners können verwirrend und beziehungsbelastend sein. Beratung kann unterstützend wirken und ein erstes Ansprechen oder Artikulieren von sensiblen Themen ermöglichen, erleichtern und moderieren.

Sexuelle Probleme wie:

  • sexuelle Lustlosigkeit
  • sexuelle Abneigungen
  • sexuelle Hemmungen bzw. Blockaden
  • ausbleibender Orgasmus (Anorgasmie)
  • Erektionsstörungen (Erektile Dysfunktion)
  • vorzeitiger Samenerguss (Ejaculatio praecox)
  • ausbleibender Samenerguss (Anejakulation)
  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr (Dyspareunie)
  • Scheidenkrampf (Vaginismus)
  • chronische Unterleibsschmerzen (Pelvipathie)
  • nachorgastische Störungen (auftretende Symptome wie Kopfschmerzen, Depression, Weinanfälle etc. nach dem Orgasmus)
  • besondere Neigungen bzw. Vorlieben, die Unsicherheiten (in der Partnerschaft) hervorrufen können (z.B. Transvestitismus, Fetischismus,…)
  • Fragen und Unsicherheit bei der sexuellen Orientierung (Homosexualität, Bisexualität)
  • sexuelle Vorlieben, die beim “Ausleben” rechtliche Folgen haben und somit Konflikte mit sich ziehen (z.B. Exhibitionismus, Pädophilie, Nekrophilie, sexuelle Gewalt…)
  • Sexsucht (Hypersexualität), Pornosucht, Bordellsucht
  • Probleme mit der Geschlechtsidentität (Transidentität)

Ergänzend dazu – der Workshop

  • Let’s talk about Sex – In „Let’s talk about Sex“ geht es um die Auseinandersetzung mit Themen, die Ihnen in diesem Zusammenhang persönlich wichtig sind.
    Weiterlesen>>